“Niemand will leiden. Aber das ist das Schicksal eines jeden. Und manche leiden mehr. Nicht unbedingt aus eigenem Willen. Es geht nicht darum, das Leiden zu ertragen. Es geht darum, wie man es erträgt.”
— Andrzej Sapkowski
Dieses Zitat aus dem Turm der Schwalbe nimmt jede Illusion über Leid. Sapkowski bietet keinen falschen Trost - er erkennt an, dass Leiden unvermeidlich und oft ungerecht ist. Aber er lenkt den Fokus vom Schmerz selbst auf die Würde der Antwort. Es lehrt, dass wahre Stärke nicht darin liegt, Schmerz zu vermeiden, sondern darin, wie man ihn trägt.
1985 war ich ein 38-jähriger Handelsvertreter in Łódź. Niemand sah in mir einen Schriftsteller. Tage in Geschäftstreffen, Abende mit Fantasy-Romanen, und das Gefühl, dass das Leben, das ich hätte führen sollen, mir entglitt. Dieses stille Leiden kannte ich gut. Aber statt darin zu ertrinken, setzte ich mich eines Abends hin und schrieb eine Geschichte über einen Monsterjäger namens Hexer. Es geht nicht darum, ob das Leben dich verletzt. Es wird es immer tun. Was zählt, ist wie du es trägst.
