“Stets ueber weibliche Weichheit erhaben, mit einem Geist, gestahlt und ungebrochen in der Not.”
— Empress Matilda
Diese Beschreibung stammt von einem Chronisten des zwoelften Jahrhunderts, der ueber Matilda waehrend der Anarchie schrieb, dem englischen Buergerkrieg von 1135 bis 1153. Sie zeigt, dass selbst ihre Zeitgenossen ihre ausserordentliche Widerstandskraft in einer Welt erkannten, die ihr den Thron allein aufgrund ihres Geschlechts verweigerte.
Man sagte mir, eine Frau koenne England nicht regieren. Die Barone meines Vaters schworen und brachen Eide an dem Tag. Ich sah meinen Cousin nehmen, was mir gehoerte, waehrend die Kirche schwieg. Ich nahm einen Koenig gefangen, marschierte auf London, hatte die Krone fast in Haenden. Ich entkam ueber einen zugefrorenen Fluss im Winter, weil Aufgeben keine Option war. Ich verlor Schlachten und kaempfte weiter, bis ich durch meinen Sohn siegte. Sie nannten mich arrogant, meinten damit: ich weigerte mich, wie eine Besiegte zu handeln. Ich trug nie die Krone. Mein Blut trug sie dreihundert Jahre.
