“Der Konig, der die Kunst der Tauschung nicht gelernt hat, hat die Kunst des Herrschens nicht gelernt.”
— Fernando el Católico
Dieses Zitat wird weitgehend Ferdinand zugeschrieben und spiegelt die politische Philosophie wider, die Machiavelli spater in Der Furst analysierte. Ferdinand war dafur bekannt, religioese Rechtfertigungen zu nutzen, um strategische Ziele zu verfolgen und Eroberungskriege als heilige Feldzuge darzustellen. Seine Fahigkeit, Frommigkeit mit gnadenlosem Pragmatismus zu verbinden, machte ihn zu Machiavellis Modell des idealen Herrschers.
Die Menschen erinnern sich an die Reconquista, an Kolumbus, an die Inquisition. Was sie nicht sehen, ist die Arbeit dahinter. Jahrzehnte mit Adligen, die meine Krone wollten, mit einem Papst, der Gehorsam forderte, mit Verbundeten, die mich verraten hatten, sobald ich Schwache zeigte. Isabella und ich heirateten, als keiner von uns einen Thron hatte. Wir bauten alles aus dem Nichts. Nicht nur mit Schwertern, sondern mit Geduld und dem Wissen, welches Gesicht ich jedem zeigen musste, der mir gegenubersass. Darum geht es beim Herrschen. Nicht um die Eroberung. Um die Vorbereitung.
